Entscheidend ist, was du selbst betreiben willst. Möchtest du eine Website pflegen, reicht Shared Hosting meistens aus. Musst du das Betriebssystem und die darauf laufenden Dienste kontrollieren, brauchst du einen VPS.
Der Preisunterschied von 1 € zwischen den Einstiegstarifen von QDE sollte diese Entscheidung nicht bestimmen. Deine Software, dein Bedarf an E-Mail und deine Bereitschaft zur Linux-Wartung sind wesentlich wichtiger.
QDE bietet seit Kurzem cPanel Shared Hosting zusätzlich zu unseren bestehenden KVM-VPS-Tarifen an. Wir verkaufen beide Produkte. Damit haben wir ein klares kommerzielles Interesse, aber keinen vernünftigen Grund, ein WordPress-Blog auf einen VPS zu drängen, dessen Besitzer keinen Server warten möchte. Eine Docker-Anwendung passt umgekehrt nicht ins Shared Hosting, nur weil cPanel bequemer ist.
Beim Shared Hosting verwaltet der Anbieter den Server
Beim Shared Hosting liegen mehrere Kundenkonten auf einem Server und einem Betriebssystem. Die Systemadministratoren des Anbieters warten dieses Betriebssystem, installieren Sicherheitsupdates, stimmen die Dienste ab, überwachen den Host und kümmern sich um Hardware- oder Netzwerkfehler. Du betreust die Website.
Die tägliche Arbeit erledigst du im Browser. cPanel deckt Dateien, FTP-Konten, Domains, E-Mail-Konten, Datenbanken, SSL-Zertifikate und die üblichen Aufgaben rund um eine Website ab. Die Dokumentation von cPanel zeigt gut, was hinter diesem Dashboard steckt. Du brauchst kein SSH, um ein Postfach anzulegen oder WordPress zu installieren.
QDE Shared Hosting beginnt bei 2,95 € pro Monat. Starter enthält 10 GB NVMe-Speicher, bis zu 512 MB RAM pro Hosting-Account, 4 TB Datentransfer pro Monat, einen geteilten 10-Gbit/s-Uplink, eine dedizierte IPv4-Adresse, 10 E-Mail-Konten, 10 SQL-Datenbanken und tägliche externe Backups. Der Tarif unterstützt PHP 8.2 bis 8.5 und statisches HTML. MariaDB steht über cPanel bereit.
Mit einem VPS bist du der Sysadmin
Ein Virtual Private Server ist eine virtuelle Maschine mit eigenem Betriebssystem. QDE nutzt KVM, das im Linux-Kernel integrierte Virtualisierungssystem. Die Linux-KVM-Dokumentation beschreibt die Schnittstellen für virtuelle Maschinen und vCPUs. Im Alltag zählt vor allem dies: Der VPS startet eine eigene Linux-Installation und gibt dir vollen Root-Zugriff.
Du bestimmst Pakete, Laufzeitumgebung, Webserver, Datenbank, Firewallregeln und Update-Zeitplan. Node.js, Python, Go, Docker, PostgreSQL, Redis, WireGuard, Hintergrundprozesse und eigene systemd-Dienste sind normale VPS-Workloads.
QDE VPS-Hosting beginnt bei 3,95 € pro Monat. Ryzen Mini enthält einen AMD Ryzen 7950X CPU-Kern, 1 GB RAM, 15 GB reinen NVMe-Speicher, 4 TB Datentransfer pro Monat, eine dedizierte IPv4-Adresse, ein /64-IPv6-Subnetz, tägliche externe Backups und einen geteilten 10-Gbit/s-Uplink. RAM und Speicherplatz sind dem VPS fest zugewiesen und werden nicht überbucht. Die CPU-Zeit stammt trotzdem von einem physischen Host. Das Wort "private" beschreibt die Isolation der virtuellen Maschine, nicht den Besitz eines Bare-Metal-Servers.
Vor- und Nachteile von Shared Hosting
Das stärkste Argument für Shared Hosting ist die Wartung, die du nie zu Gesicht bekommst. Du bist nicht für Kernel-Updates, Patches des Webservers, den Mail-Stack, PHP-Pakete oder die Firewall des Hosts verantwortlich. Bei einem WordPress-Blog, einer Unternehmenswebsite, einem Portfolio oder einer kleinen PHP-Anwendung bringen diese Aufgaben vor allem zusätzliches Risiko. Die Website wird dadurch nicht besser.
E-Mail wird leicht unterschätzt. Beim Shared Hosting legst du info@example.com an, bindest das Postfach über IMAP ein, richtest eine Weiterleitung ein und arbeitest an der Website weiter. E-Mail auf einem VPS bedeutet, dass du MTA, Spamfilter, DKIM, SPF, DMARC, Reverse DNS, Warteschlangen, Reputation und Zustellbarkeit pflegen musst. Das ist machbar, aber ein eigenes Betriebsprojekt.
cPanel hilft auch, wenn mehrere Personen an einer Website arbeiten. Ein Kollege kann eine Domain hinzufügen, eine Datei wiederherstellen oder einen Datenbankbenutzer anlegen, ohne sudo-Zugriff zu erhalten oder den Speicherort jeder Dienstkonfiguration zu kennen.
Im Gegenzug teilst du CPU, Arbeitsspeicher und die zugrunde liegenden Dienste mit anderen Konten. Eine gut verwaltete Plattform setzt Ressourcenlimits, doch ein stark ausgelastetes Konto kann trotzdem um dieselbe Host-Kapazität konkurrieren. Das ist das Noisy-Neighbor-Problem. Für eine kleine Unternehmenswebsite ist es weniger relevant als für einen Prozess, der regelmäßig alle CPU-Kerne auslastet.
Außerdem bleibst du innerhalb des Software-Stacks des Anbieters. QDE Shared Hosting betreibt PHP, MariaDB und statische Websites. Der Tarif bietet keine dauerhaft laufenden Node.js- oder Python-Prozesse, kein Docker, keinen eigenen Datenbankserver und keinen Root-Zugriff. Dafür gibt es keine Einstellung in cPanel.
Vor- und Nachteile eines VPS
Mit Root-Zugriff begrenzt die Anwendungsliste des Anbieters deine Möglichkeiten nicht. Du kannst eine Linux-Distribution wählen, bestimmte Runtime-Versionen festschreiben, Container ausführen, einen Reverse Proxy konfigurieren oder eine Datenbank installieren, die in einem Shared-Tarif fehlt. Ein VPS kann eine Website, API, einen Queue-Worker, Cronjobs und einen Monitoring-Agent betreiben, sofern der Tarif genügend Ressourcen hat.
Auch die Isolation ist klarer. Der zugewiesene Arbeitsspeicher und NVMe-Speicher gehören zu deiner virtuellen Maschine. Ein anderer Kunde kann weder dein Dateisystem lesen noch deine Pakete ändern. Ein /64-IPv6-Subnetz bietet reichlich Adressraum für Dienste, die IPv6 nutzen können.
Genau deshalb kann ein günstiger VPS mehr Arbeit verursachen als eine günstige Website. Die VPS-Tarife von QDE sind unmanaged. Du musst Betriebssystemupdates installieren, SSH absichern, die Firewall konfigurieren, deine Dienste pflegen und Störungen untersuchen. Wenn ein Update Nginx um 02:00 Uhr beschädigt, enthält die Rechnung niemanden, der sich einloggt und deine Konfiguration repariert.
Behandle einen öffentlichen VPS ab dem ersten Start als exponiert. Automatisierte Scanner warten nicht, bis du mit der Anwendung fertig bist. Halte öffentlich erreichbare Dienste aktuell, schränke Verwaltungszugriffe nach Möglichkeit ein und schalte alles ab, was du nicht benötigst. Nutze SSH-Schlüssel, deaktiviere die Passwortanmeldung, wenn es praktikabel ist, und installiere die ersten Updates, bevor du die Anwendung bereitstellst.
Ein Serverpanel oder ein vorkonfigurierter Stack kann den manuellen Konfigurationsaufwand senken. Aus einem unmanaged VPS wird dadurch kein Managed Service. Tägliche Backups geben QDE-Kunden nach einer fehlerhaften Änderung einen Wiederherstellungsweg. Das Backup der vergangenen Nacht enthält jedoch keine Daten von heute Morgen. Lege anwendungsspezifische Backups für Daten an, die du nicht neu erstellen kannst.
Starter und Ryzen Mini im Vergleich
Der Einstiegspreis unterscheidet sich um 1 € pro Monat. Die Tarife sind trotzdem für verschiedene Aufgaben gedacht.
| Starter: Shared Hosting | Ryzen Mini: VPS | |
|---|---|---|
| Preis | Ab 2,95 € pro Monat | Ab 3,95 € pro Monat |
| Speicher | 10 GB NVMe | 15 GB reiner NVMe-Speicher |
| Datentransfer pro Monat | 4 TB | 4 TB |
| Uplink | Geteilter 10-Gbit/s-Uplink | Geteilter 10-Gbit/s-Uplink |
| CPU | Geteilt | 1 AMD Ryzen 7950X CPU-Kern |
| RAM | Bis zu 512 MB pro Hosting-Account | 1 GB zugewiesener RAM |
| IPv4 | 1 dedizierte Adresse | 1 dedizierte Adresse |
| IPv6 | 1 Adresse auf Anfrage | /64-Subnetz |
| 10 Konten und 10 Mailinglisten | Selbst verwaltet; Port 25 ist standardmäßig gesperrt und Ausnahmen werden geprüft | |
| Datenbanken | 10 SQL-Datenbanken | Selbst installiert, begrenzt durch die Serverressourcen |
| FTP | 10 Konten | Selbst konfiguriert |
| Domains | 10 Subdomains, 10 geparkte Domains, 10 Zusatzdomains | Selbst konfiguriert |
| Verwaltung | cPanel inklusive | SSH und voller Root-Zugriff |
| Tägliche externe Backups | Inklusive | Inklusive |
Ein Euro mehr für einen VPS lässt die Serverwartung nicht verschwinden. Ein gesparter Euro beim Shared Hosting bringt weder Docker noch Root-Zugriff. Der Preis ist der am wenigsten hilfreiche Unterschied zwischen diesen Tarifen.
Tägliche externe Backups gehören bei beiden zum Standard. Damit kannst du einen früheren Stand wiederherstellen, wenn ein WordPress-Update fehlschlägt oder du eine VPS-Konfiguration beschädigst. Backups des Anbieters bleiben ein Sicherheitsnetz und sollten nicht die einzige Kopie wichtiger Daten sein.
Typische Projekte und die vernünftige Wahl
Ein WordPress-Blog, eine kleine Unternehmenswebsite, ein Portfolio oder eine PHP-Anwendung gehört ins Shared Hosting, sofern keine ungewöhnliche technische Anforderung dagegen spricht. Shared Hosting ist auch die einfachste Wahl, wenn du E-Mail auf deiner eigenen Domain brauchst und keinen Mailserver betreiben möchtest. Du verwaltest Websites, Dateien, Domains und Postfächer in cPanel. Der Anbieter verwaltet den Server.
Entwickler, die Node.js, Python, Go, Docker oder eine eigene Datenbank benötigen, sollten einen VPS wählen. Dasselbe gilt für APIs, Bots, Gameserver, VPNs, selbst gehostete Anwendungen, Entwicklungsumgebungen und alles, was dauerhaft im Hintergrund laufen muss. Du erhältst die Kontrolle und bezahlst die Wartung mit Zeit statt mit Euro.
Mit Shared Hosting zu beginnen und später auf einen VPS umzuziehen, ist völlig normal. Der Wechsel ist eine Migration und kein Tarifupgrade mit einem Klick, weil sich Serveraufbau und Mailkonfiguration unterscheiden. Beide Produkte können unter demselben QDE-Konto liegen. Unser Team kann beim Übergang helfen, wenn sich deine Anforderungen ändern.
Welchen Tarif solltest du bestellen?
Wähle das Produkt, das zur heutigen Aufgabe passt. Wer eine Website betreut und nie ein Terminal öffnen möchte, ist mit Shared Hosting meist glücklicher. Entwickler, die Pakete, Dienste und Netzwerkeinstellungen selbst kontrollieren müssen, erreichen die Grenzen von Shared Hosting schnell.
Vergleiche cPanel Shared Hosting ab 2,95 € pro Monat und Ryzen VPS-Hosting ab 3,95 € pro Monat, ohne den VPS automatisch als Upgrade zu betrachten. Mit Shared Hosting kaufst du Komfort. Mit einem VPS kaufst du Kontrolle. Später kannst du den Kurs ändern.
